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Kennt ihr diese Gerichte, die man einfach immer essen könnte? Bei mir ist das aktuell dieser einfache Blattsalat mit warmen Ziegenkäse und selbstgemachtem Rote Beete Chutney.

Ich habe Chèvre Chaud schon relativ früh im Frankreich-Urlaub mit meinen Eltern kennengelernt. Damals wurde der Käse klassisch auf einem Weißbrot mit Salat serviert. Ich liebte sofort diesen cremigen Geschmack vom Käse kombiniert mit den einfachen Salatblättern und dem Salat Dressing. Alles hat so pur und einfach geschmeckt. 

Für lange Zeit habe ich dann Chèvre Chaud aus den Augen verloren. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil man ihn früher kaum bekommen hat, vielleicht auch, weil mein Mann – wie so viele andere Menschen auch – keinen Ziegenkäse mag und ich ihn daher nicht mehr eingekauft habe. Ich weiß es nicht. Aber ich bin froh, dass ich zu unserer Hochzeit ein wunderbares Buch zum Thema Vorratshaltung und Einkochen geschenkt bekommen habe. Denn darin fand ich ein kurzes Kapitel über Chutneys Einkochen. Die Rezepte klangen interessant, doch ich wusste zu Beginn gar nicht, für was man Chutneys im Alltag verwendet. Doch dann stand bei einem Rezept, dass es „wundervoll zu Chèvre Chaud“ passt – und das war das Rote Beete Chutney.

Schon während des Kochens wusste ich, dass ich dieses süß-saure Chutney absolut lieben werde. Dieser Geruch und dieser Geschmack – einfach göttlich. Und  das obwohl ich im Alltag eher weniger Rote Beete esse. Auch wenn sie unglaublich gesund ist.

Rote Bete ist reich an Betain, einem Stoff, der sich positiv auf die Verdauung auswirkt und dafür sorgt, dass der Körper besser in der Lage ist, Stoffwechselendprodukte und Toxine vollständig und zügig auszuscheiden. Einen Vorteil den sich u.a. die präventiven Darmkrebs-Therapie zu Nutze macht. Das in Rote Beete enthaltene Betain und die große Menge an Folsäure schützen zudem vor Herz- und Gefässkrankheiten. Der regelmäßige Verzehr von Rote Beete kann auch zur Erhöhung des Serotonin-Gehalts im Körper führen und gilt daher auch als ein leichter Stimmungsaufheller. Zudem hat sich gezeigt, dass Rote Beete auch den Blutdruck senken kann. Ich könnte noch weiter Vorteile der Roten Beete aufzählen, aber das würde hier zu weit gehen. Unterm Strich sollte man sich aber merken, dass Rote Beete sehr gesund ist und viel öfter auf unserem Speiseplan stehen sollte. Am Besten frisch und roh.

Und wenn man sich angewöhnen möchte, Rote Beete überhaupt einmal regelmäßig einzukaufen, damit man sie im Kühlschrank liegen hat, dann schlage ich vor, dass ihr mein leckeres Rote Beete Chutney mit Suchtgefahr nachkocht. Ich habe das Chutney bereits mehrfach an meine ganze Familie verschenkt und jedes Mal fragen sie mich erneute danach…

Rote Beete Chutney

Einfach perfekt zu warmen Ziegenkäse
Gericht: Beilage
Keyword: Chutney, Rote Beete, Rote Beete Chutney

Equipment

  • Kochtopf
  • Kochlöffel

Materials

  • 700 g Rote Beete frisch
  • 400 g Äpfel
  • 2 Stück rote Zwiebeln
  • 200 ml dunkler Balsamico Essig
  • 270 g braunen Zucker
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 Zitrone
  • 1 Prise Meersalz

Anleitungen

  • Die Rote Beete waschen und in kleine Würfel schneiden.
  • Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Alle Zutaten in einem großen Topf mit dickem Boden geben. Die Zutaten bei offenem Deckel aufkochen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach das Chutney für 4 Stunden im geschlossenem Topf bei niedriger Temperatur leise köcheln lassen. Währendessen immer wieder einmal umrühren. Zum Schluss das Chutney mit einem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken und noch einmal abschmecken. Je nach Geschmack, die Flüssigkeit des Chutneys noch ein wenig einkochen lassen.
  • Sobald das Rote Beete Chutney die gewünschte Konsistenz und Geschmack erreicht hat, das köchelnde Chutney in heiße, zuvor sterilisierte Schraubgläser zügig einfüllen und verschließen. Die Gläser auskühlen lassen und danach mit dem Herstellungsdatum versehen.